Unsere Vereinsgeschichte

Chronik des Schützenvereins Wolfstein

Zum 40jährigen Jubiläum im Jahre 2003

 
Am 24. August 1963 wurde unser Schützenverein ins Leben gerufen. Initiator und Gründer des Vereins war der Gastwirt Franz Wanke, der nach der Gründungsversammlung auch als 1. Schützenmeister hervorging. 2. Schützenmeister wurde Erich Austen. Zu den 26 Gründungsmitgliedern zählten:

Austen Erich, Babiak Johann, Blank Martin, Brandmüller Bernhard, Bütterich Hans, Dartsch Georg, Geiger Helmut, Gruber Wilhelm, Hofbeck Hans, Mann Hans, Mayer Erich, Mößl Michael, Nitsche Alfred, Rebmann Hans, Schertel Karl, Schubert Josef, Schmidt Herbert, Schmidt Siegfried, Schmidt Dieter, Schmidt Johann, Seemeier Leonhard, Stagat Günther, Wanke Franz, Wanke Gerhard, Zimmer Günther.

In der bereits vorhandenen Kegelbahn im Gasthaus Wanke wurden 4 Schießstände in Eigenarbeit eingebaut und der Schießraum entsprechend hergerichtet. Bereits am 20. September 1963 wurde ein Gründungsscheibenschießen abgehalten, aus dem Leonhard Seemeier als Sieger hervorging.

Anerkennung für unser damaliges Schützenhaus bekundeten zahlreiche Schützen aus Neumarkt, Deining, Holzheim, Heng und Berg die am Eröffnungsschießen teilnahmen.

In den folgenden Jahren entstand ein begeisterndes und kameradschaftliches Vereinsleben, bis im Jahre 1973 die räumlichen und sportlichen Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Vereinsarbeit nicht mehr gegeben waren. Der Verein suchte somit ein neues zuhause.

Im Berggasthof Sammüller, direkt unter der Burgruine Wolfstein, fanden wir diese Möglichkeit und konnten im vorhandenen Tanzsaal zehn Schießstände einbauen.

Beim Neubau des Tanzsaales im Jahre 1976, erhielten wir in den Kellerräumen vom Vereinswirt die Möglichkeit, ein Vereinsheim mit zehn Schießständen einzurichten. Mit viel Einsatz und Eigenleistung wurde eine schöne Schießanlage mit Aufenthaltsraum geschaffen und so die Grundlage für die Erfolgreiche Vereinsarbeit gelegt, bei der die ausgezeichnete Jugendarbeit und Betreuung bis heute noch ihre Früchte trägt. Dadurch konnten die damals teilnehmenden Mannschaften am Rundenschießen von anfangs zwei Mannschaften auf elf Mannschaften, einer Herren – Alters Mannschaft sowie zwei Lupi – Mannschaften bis 1993 gesteigert werden.

Ein weiterer Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte war der 25. Geburtstag des Vereins, der gleichzeitig mit der Fahnenweihe vom 29. bis 31. Juli 1988 gefeiert wurde. Der Vorstand und der Festausschuss hatten keine Arbeit und Mühen gescheut dieses Fest würdig zu begehen. Landrat Josef-Werner Bauer und Oberbürgermeister Kurt Romstöck hatten die Schirmherrschaft übernommen. Dem Festausschuss gehörten an:

Brandmüller Reinhard, Donauer Dieter, Frisch Helmut, Guth Franz, Hierteth Johann jun., Keil Gudrun, Lang Albert, Meier Irene, Meyer Albert, Mößl Michael, Puschmann Clemens, Puschmann Günther, Puschmann Josef, Schubert Josef, Servidio Frank, Wanke Franz. Den damaligen Festgottesdienst, der von der Werkvolkkapelle musikalisch umrahmt wurde, hielt unser Stadtpfarrer Franz – Xaver Scheuerlein.

Als Festdamen fungierten:

Bierschneider Daniela, Bradl Alexandra, Dörfler Iris, Hofmann Anita, Hofmann Vera, Keil Gudrun, Meier Irene, Puschmann Evi, Puschmann Manuela und Sossau Angelika. Fahnenmutter war Hiereth Rita. Tatkräftig unterstützten uns die „St. Georg Schützen“ aus Loderbach, die wir als Patenverein gewinnen konnten.

Als die Staufer „Burgschützen“ im Sommer 1990 ihr 25 jähriges Jubiläum mit der Fahnenweihe feierten, waren wir Wolfsteiner Schützen diesesmal als Patenverein eingeladen. Mit Johann Babiak (1973) und Clemens Puschmann (1987) stellten wir zwei Gau Könige, 1985 mit Christine Sossau die Volksfestkönigin und mit Gudrun Keil (1987), Franz Balda (1989) und Susanne Fritsch (1997) die Stadtkönige.

Im Dezember 1993 führten ein paar Jungschützen erstmals ein kleines Theaterstück an der alljährlichen Weihnachtsfeier auf. Aus dieser kleinen Formation entwickelte sich zwei Jahre später eine richtige Theatergruppe, die jetzt schon seit acht Jahren Dreiakter vor großem Publikum im Sammüller – Saal aufführt.

Der erfolg gab ihr recht und so wird man die Gruppe auch in den nächsten Jahren auf den Brettern, die die Welt bedeuten, sehen.

Unser Verein konnte durch seine gute Jugendarbeit 1999 14 Mannschaften, eine AH -Mannschaft sowie 2 Pistolenmannschaften melden. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir 90 aktive Schützen. Das Schützenhaus drohte bei manchen Wettkämpfen aus den Nähten zu platzen. Die Räumlichkeiten wurden wie im Jahre 1973 einfach zu eng. Seit Jahren schon suchte der Verein, alleine oder mit Hilfe der Stadt nach Möglichkeiten eines Um- bzw. Neubaus.

Unser Schützenmeister Frank Servidio stellte an der JHV 2000 dann endlich die Weichen, mit der Mehrheit der Mitglieder, für einen Umbau. Josef Sammüller „opferte“ seine Kegelbahn, damit der Schützenverein eine moderne große Anlage bauen könne.

Im Oktober 2000 wurde dann mit dem Umbau begonnen. Mit sehr großen Engagement, Eigenleistung, Begeisterung und Einsatz waren wirklich alle Mitglieder dabei. Ein genauer Zeitplan wurde erstellt, da man ja im März 2001 schon wieder am Rundenschießen teilnehmen wollte. Innerhalb von nur 5 Monaten und knapp 9000 Arbeitsstunden wurde die modernste Schießanlage Bayerns fertig gestellt.

Zur Zeit haben wir 16 vollelektronische sowie 5 elektrische Schießstände. Die Schießanlage umfasst 33 Monitore. Der Schütze selbst, sowie die Zuschauer im Aufenthaltsraum können jeden Schuss am Monitor beobachten.

Die Einweihung der Schießanlage fand pünktlich am 25.03.2001 statt. Stadtpfarrer Albrecht und Pfarrer Ernst hielten den ökumenischen Gottesdienst. Herr OB Alois Karl und Herr Ludwig Fürst nahmen an der Einweihung teil. Ohne Unterstützung der Stadt hätte wir den Umbau nicht finanzieren können.

 

Musikalisch umrahmt wurde die Einweihung von unserem vereinseigenen Kinderchor unter Leitung von Sonja Fellner. Anfang Januar 2001 hatten wir noch 11 aktive Schützen in Schüler und Jugendklasse, im Januar 2002 waren es bereits 33 Schützen.
Erstmalig meldeten wir somit 2002 drei Jugendmannschaften.

Zur Zeit sind bei uns 10 Mannschaften, 3 Jugendmannschaften, 1 AH – Mannschaft und 2 Lupi Mannschaften aktiv am Rundenschießen beteiligt.

Aber auch der gesellschaftliche Teil kommt im Verein nicht zu kurz. Dies beginnt am Anfang des Jahres schon mit dem Skiausflug nach Ladurns (Südtirol) und es folgen Veranstaltungen wie Winterwanderung, Kinderfasching, Rundenabschlussessen mit Finalschießen, Vereinsausflug, Zeltlager, Theateraufführung, Grillfest, Königs-, Kirchweih- und Weihnachtsfeier und der 2x4 Pokal. So entstanden in den letzten Jahren Theatergruppe, eine Fußballmannschaft und der Kinderchor.

Mit großem Stolz und Freude, aber auch in Gedenken an unsere Verstorbenen Schützenschwestern und Schützenbrüdern, blicken wir zurück auf

40 Jahre Vereinsgeschichte unseres Schützenvereins Wolfstein. Stand 2003